Der Hyundai Veloster ist auf Sportlichkeit getrimmt und wirkt wie ein Coupé.

Hyundai-Sportcoupé Veloster
Mit drittem Einstieg rechts: der Hyundai Veloster.

Mit drittem Einstieg rechts: der Hyundai Veloster.

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Mit drittem Einstieg rechts: der Hyundai Veloster.

Düsseldorf. Mit dem Veloster will Hyundai Kundschaft über die Form angeln. Das 4,22 Meter lange Auto ist voll auf Sportlichkeit getrimmt. Aber schon der Blick ins Datenblatt zeigt, dass man damit keine Bäume ausreißen kann. Der gefahrene Wagen hatte einen 1,6 Liter großen Vierzylinder- Benzinmotor mit 140 PS. Das ist die einzige Motorisierung, die es derzeit für den knapp 20 000 Euro teuren Veloster gibt.

Hyundai setzt mit ihm auf ein eigenwilliges Design. Lang zieht sich die Dachlinie nach hinten, ohne aber elegant wie bei einem Coupé zu enden. Vielmehr baut sich ein voluminöses, hohes Heck auf, das dann ganz kurz abgeschnitten ist und von einer großzügig verglasten Kofferraumklappe überspannt wird. Der Wagen wirkt von der Seite wie gestaucht, als konnten sich seine Schöpfer nicht zwischen Coupé und Kleinwagen entscheiden.

Die Formspielerei treibt eine seltsame Blüte, für das wohl das Argument „mehr Praxistauglichkeit“ herhalten muss. Auf der rechten Seite hat der Wagen hinten eine Tür - auf der linken Seite fehlt dieser Einstieg. Die dritte Tür - zu öffnen mit einem versteckten Griff - werden die Hinterbänkler schätzen, die von rechts ins Auto wollen. Denn im Fondbereich geht es ziemlich knapp zu. 2,65 Meter Radstand lassen natürlich nicht viel Freiraum zu, es ist eng hinten, ein Platz allenfalls für Kinder oder Erwachsene auf kurzer Strecke.

Vorn indes hat man gut Platz im Wagen, es gibt zahlreiche praktische Ablagen. Das Interieur ist ansehnlich gestaltet, nicht von nachhaltiger Raffinesse gekennzeichnet, aber man kann sich wohlfühlen. Sehr schön, sehr sportlich das Gestühl vorn. Das kleine Lenkrad und der kurze Schalthebel geben dem Wagen einen Hauch von Sportlichkeit. Beim Blick zurück kommt Ärger auf: Die Heckscheibe mutet wie ein Sehschlitz, gut das eine Rückfahrkamera angeboten wird, die das Rangieren deutlich erleichtert.

Mit 140 PS fährt man natürlich ausreichend zügig. Aber 1,6 Liter Hubraum und nur 167 Nm Drehmoment liegen weit ab vom Sportvergnügen, das die Karosserie suggeriert. Aber: Im Rahmen der Möglichkeiten ist der Wagen flott unterwegs, schafft in weniger als 10 Sekunden den Tempo-100- Sprint. Die sechs Gänge rasten nach sehr kurzen Wegen präzise ein, die Bremsen haben den erforderlichen Biss. Sehr direkt die Lenkung, schnelle Kurven können forsch durchfahren werden, das Fahrwerk garantiert ausreichende Stabilität. Der Normverbrauch ist mit 5,6 Liter auf 100 Kilometer (CO2: 132 g/km angegeben; im Test wurden im Drittel knapp unter acht Liter erreicht. huk

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