Der preiswerte Duster soll das Offroad-Vergnügen massentauglich machen.

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Formschön und kompakt: der Dacia Duster

Formschön und kompakt: der Dacia Duster

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Formschön und kompakt: der Dacia Duster

Düsseldorf. Der Dacia Duster soll dort noch Kunden abfischen, wo andere Hersteller mit höheren Preisen mögliche SUV-Interessenten verschrecken. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Der Einstieg beim Duster 4×2 ist mit 11 900 Euro zwar verlockend billig, von Allrad und souverän durchpflügten Feuchtgebieten muss man bei diesem Preis aber weiter träumen.

Der Basis- Duster kommt nur mit Vorderradantrieb und dem 105 PS (77 kW) starken Benziner. Der dürfte für die Wagnisse des Alltags allerdings durchaus reichen, denn dank erhöhter Bodenfreiheit sind zumindest mäßig ausgefahrene Wege kein Hindernis für ein Fortkommen mehr. Erst in der 4×4-Variante, die sowohl für Benzin-, als auch für Dieselmotorisierung angeboten wird, hinterlässt der Duster richtig tiefe Spuren.

Insgesamt stehen mit dem 105-PS-Benziner sowie einem 90 PS (66 kW), 107 PS (79 kW) und 110 PS (81 kW) starken Diesel vergleichsweise viele Triebwerksvarianten zur Wahl. Der getestete Allrad- Benziner konnte im Alltagsbetrieb überzeugen. Der Motor mobilisiert seine Leistung willig und kommt im Stadtverkehr ausreichend spritzig in Fahrt.

Überlässt man die Wahl des Allradantriebs der Automatik, geht es bei griffigem Untergrund nur über die Vorderräder vorwärts. Das spart Sprit. Bei rutschigem Geläuf aber schaltet sich die Hinterachse blitzschnell zu und bringt das Optimum an Kraft auf den Untergrund.

Der Motor röhrt sich ab Tempo 140 in die Gehörgänge der Insassen, obwohl das Sechs-Gang-Getriebe eigentlich für drehzahlreduzierte Kraftübertragung ausgelegt ist. Auch kommt das Triebwerk bei dieser Geschwindigkeit spürbar an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit. Überholvorgänge sollten ausreichend umsichtig geplant und längere Anstiege mit Duldsamkeit angegangen werden. Dass insgesamt mindestens zehn Liter Super für 100 km eingerechnet werden müssen, schmerzt bei dem nur 50 Liter fassenden Tank.

Kennt man den Innenraum vom Duster, kennt man jeden. Alle Elemente sind dort, wo sie auch in anderen Dacias sind. Und leider eben auch teilweise schlecht erreichbar, unbeleuchtet oder unerwartet wie die Hupe in der Spitze des Blinkhebels. Das Gestühl indes übertrifft die Erwartung. Es ist gut geformt und straff ausgepolstert. Dass abseits der Basisvariante reichlich Airbags an Bord sind, erfreut. Dass es das ESP nur für den stärksten Diesel gibt, ärgert. Da hilft auch nicht, dass man dann ein Lederlenkrad mit dazu bekommt.

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