Der Sandero Stepway weiß seine Fans zu begeistern.

Viel Plastik-Beplankung macht den Stepway robust.
Viel Plastik-Beplankung macht den Stepway robust.

Viel Plastik-Beplankung macht den Stepway robust.

we

Viel Plastik-Beplankung macht den Stepway robust.

Der Anspruch war hoch, als Dacia vor zehn Jahren auch auf den gesamtdeutschen Markt kam: Wir können nur billig. Und das möglichst auch noch gut. Die Rumänen unter französischer Renault- Flagge wollten in jedem Segment das preiswerteste Auto anbieten, und haben es tatsächlich geschafft.

Kaum zu glauben, dass man mit gerade einmal sieben Modellen in unterschiedlichen Ausstattungen derart den Markt formen kann. Bisher gut 335 000 in Deutschland verkaufte Autos beweisen es aber. Eines der sieben Modelle ist der Sandero Stepway, der bereits eine ganz ordentliche Fangemeinde begeistert.

Okay, er ist wie viele seiner Art, die das „cross“ im Namen tragen, ein kleiner Blender: dicke Plastikplanken, ausgestellte Radhäuser, eine belastbare Dachreling – all das macht den Eindruck eines Der Balkan-Bursche offroad-tauglichen Schwerarbeiters.

Doch allein schon das Fehlen eines Allradantriebs und einer größeren Bodenfreiheit bringt Wagemutige auf den Boden des Asphalts zurück: Der Stepway ist schick und kann leichte Rempler und Kies-Duschen ab, mehr aber nicht. Am besten motorisiert ist der Wagen mit dem 90 PS (66 kW) starken Dieselmotor.

Der Selbstzünder startet knurrig ins Tagwerk, legt die akustische Unmut mit Erreichen der Betriebstemperatur aber bei. Die 220 Nm Drehmoment gehen für den 1,2-Tonner völlig in Ordnung. Damit stromert der Kleine in hurtigen elf Sekunden auf Tempo 100 und bietet dem Wind bis 167 km/h die Stirn.

Mitschwimmen im Stadtverkehr quittiert der Vierzylinder mit Verbräuchen um weniger als fünf Liter, bei erhöhter Hast oder Last kratzt der Verbrauch an der 7-Liter-Marke. Gefühlt kommt die Fuhre agil in Fahrt, doch schluckt das lang übersetzte Fünf-Gang- Getriebe etwas Schwung.

Der Innenraum ist Dacia, wie man ihn kennt. Sparsame Verkleidungen und eine Art Discount-Plastik lassen ahnen, wo an der Preisschraube gedreht wurde. Die Sitze aber heben sich dank ihrer Polsterung und Oberflächenstruktur wohltuend vom Geizhals- Image ab. Auch Fahrwerk und Geräuschdämmung sind passabel, was die Zuneigung zum Balkan-Burschen stabilisiert.

Richtige Liebe kann daraus werden, wenn es um den Preis geht. Für 9 890 Euro steigt man in den 90-PS-Benziner ein. Den Diesel gibt es ab 11 790 Euro. Aber: Sparen Sie sich das Feilschen. Das Wort Rabatt kommt im Dacia- Duden nicht vor. Schon zehn Jahre lang nicht.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer