Als Lifestyle-Kleinwagen soll der neue DS3 kreative Fahrer ansprechen.

Der neue Citroën DS3 lässt sich
sehr individuell gestalten.
Der neue Citroën DS3 lässt sich sehr individuell gestalten.

Der neue Citroën DS3 lässt sich sehr individuell gestalten.

Blick in den Innenraum.

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Der neue Citroën DS3 lässt sich sehr individuell gestalten.

Paris. Paris im Winter ist nicht gerade die beste Jahreszeit, um ein Auto vorzustellen. Warum gerade Paris? Weil dort Mode und Design ihr Zuhause haben, und genau in diese Umgebung passt der neue DS3. Auf Basis des neuen viertürigen C3 haben die Franzosen einen Zweitürer entwickelt, der den "Lifestyle orientierten Kunden" ansprechen soll.

Er kann sich beim DS3 sein Auto ganz nach seinem Geschmack zusammenstellen, so wie er glaubt, dass es zu ihm besonders gut passt. Zukünftig werden also die DS-Versionen das Modellprogramm der Marke ergänzen.

Nach dem DS3, der im März 2010 nach Deutschland kommt, folgt in diesem Jahr der DS4 - auf Basis des C4. Anders als beim Mini und Fiat 500 haben die Citroën-Designer kein Retro-Design gewählt. Sie wählten einen ultramodernen Look. Sie haben sich in Gebieten umgesehen, die direkt die Mode, die Unterhaltungselektronik oder die Gebrauchsgrafik be- einflussen, "um das Auto mit diesen Codes aufzuladen", erklärte Christophe Poinlane, Spezialist für Farben und Werkstoffe.

Klar, die Modellbezeichnung DS ist bei Citroën nicht neu, von 1955 bis 1975 wurde eine große Limousine unter diesem Kürzel angeboten. Damals war DS aus einem Wortspiel entstanden. Erst später ist den Franzosen der sprachliche Gleichklang zu La Déesse - französisch die Göttin - bewusst geworden.

Schließlich war die DS auch jene avantgardistische Limousine, die als "die Göttin" bekannt wurde. Heute - so Citroën - soll DS für "Different Spirit" stehen. Citroën bietet innerhalb des Individualisierungsprogramms für den DS3 drei Ausstattungen (Chic, So-Chic, SportChic), zwei bis fünf Dachfarben (je nach Karosseriefarbe), vier Dachaufkleber und spezielle Fußmatten sowie acht verschiedene Dekore für das Armaturenbrett an. Alles sehr auffällig und in grellen Farben gehalten.

Drei Benziner: 95 PS (70 kW), 120 PS (88 kW) und 156 PS (115 kW); zwei Diesel: 92 PS (68 kW) und 112 PS (82 kW).

Benziner 5,8 und 7,0 Liter/100 km, Diesel: 3,8 und 4,5 l/100 km.

Zwischen 15 200 Euro und 20 700 Euro.

Diese optischen Gimmicks kosten ebenso wie beim Mini oder Fiat 500 zusätzlich Geld, das den Kaufpreis des Citroën DS3 mühelos jenseits der 20 000 Euro-Marke schnellen lässt. Und daneben steht noch die bekannte Ausstattungsliste des C3 mit den aufpreispflichtigen Optionen zur freien Verfügung.

Auch wenn die Preise für den DS3 (95 PS/70 kW) mit 15 200 Euro starten, wird dem Kun- den hier noch wenig vom Lifestyle-Gedanken geboten. Der uns zur Verfügung gestellte DS3 war mit dem 1,6- Liter Vierzylinder-Turbomotor (156 PS/115 kW) und in der Ausstattung SportChic ausgerüstet - Preis ab 19 800 Euro.

Auf diesem Leistungsniveau geht schon was: Der Spurt von 0 auf 100 km/h in 8,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 214 km/h sind sehr sportlich. Dies hat seinen Hintergrund. So wird Citroën mit dem DS3 ab 2011 in der Rallye-Weltmeisterschaft antreten.

In dieser Version wird der Zweitürer aber noch 50 PS mehr bekommen und auch einen Allradantrieb. Gut so, denn schon die 156 PS haben auf nasser Fahrbahn ihre Mühe mit ordentlicher Traktion. Trotz der sportlichen Abstimmung verwöhnt das Fahrwerk des DS3 THP 150 mit ausreichendem Komfort.

Technische Innovationen wie ein Doppelkupplungsgetriebe oder eine Start-Stopp-Automatik kann Citroën für den DS3 (noch) nicht liefern. Und gerade diese beiden Ausstattungsdetails vermisst man im hektischen Stadtverkehr von Paris. Sie sollen im Herbst angeboten werden

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