Der frische Mito rollt nun auch mit einem Zweizylinder-Turbobenziner an.

Alfa Romeo Mito
Der Alfa Mito ist ein Hingucker.

Der Alfa Mito ist ein Hingucker.

dpa

Der Alfa Mito ist ein Hingucker.

Düsseldorf. Downsizing ist seit einigen Jahren ein Trend modernen Automobilbaus. Die geschrumpften und turbobeatmeten Triebwerke sollen Effizienz mit Leistungsbereitschaft verbinden und dem Wunsch nach sparsamen, aber kräftigen Motoren Genüge tun. Alfa Romeo bedient diesen Zeitgeist und hat jetzt dem Mito nicht nur den Lidstrich frech nachgezogen, sondern ihm auch den Mini-Twinair-Benziner eingepflanzt. Dessen Hubraum ist mit 0,9 Litern nicht einmal so groß wie die Sommer-Edition einer Lambrusco-Flasche, stellt aber süffige 105 PS (77 kW) aus den zwei Zylindern bereit. Das klingt nach passabler Leistung, und auch die 145 Nm Drehmoment müssen sich nicht verstecken.

Allerdings lässt sich der Zwei-Zylinder-Motor anfangs einigermaßen bitten, bevor er diese Kraft auch wirklich abruft. Da hilft der Turbolader, der recht früh ins Geschehen eingreift. Und so beginnt jede Fahrt mit einem knurrig brummenden Unterton, der dann aber schnell vom dezenten Pfeifen des Laders abgelöst wird. Ab etwa 2 000 Touren übernimmt die Atemhilfe dann komplett die Regie, was allerdings den häufigen Griff zum Schalthebel nötig macht. Denn eines mag der Italiener gar nicht: untertouriges Fahren.

Der Mito lässt sich das jeweilige Leistungsprofil direkt vom Fahrer verordnen. Der DNA-Schalter in der Mittelkonsole erlaubt die Ansteuerung im Modus „Dynamic“, „Normal“ oder „All Weather“. Die Stufen regeln Drehmoment und Leistungscharakteristik von Motor und Getriebe. Wem es nicht auf den Spurt an der Ampel ankommt, der ist mit „N“ vernünftig unterwegs. Allerdings bleibt dann auch ein energischer Tritt aufs Gaspedal einigermaßen folgenlos, da die Elektronik aufs Spritsparen gepolt ist.

Für echten Fahrspaß muss das Hebelchen auf „D“ geschoben werden. Dann vergisst der Mito seine leichte Anfahrschwäche und legt sich ins Zeug. Allerdings bleiben dann auch die möglichen fünf Liter auf der Strecke und der Bordcomputer lässt die 7 beim Verbrauch aufleuchten.

Die Nachbesserungen in der Cockpitgestaltung wirken wohltuend. Der Mito mag keine Ecken, selbst kleinste Schalter verweigern sich dem rechten Winkel. Alles ist geschmeidig rund und farblich interessant gestaltet. Neu ist das Infotainment-System in der Mittelkonsole, dass sich je nach Ausstattung bis zum Spitzen-Navi mit Digital-Radio aufrüsten lässt. Den Dreitürer gibt es mit sechs Benzin- und zwei Dieselmotoren. Die Preise reichen von 14.100 bis 21.800 Euro. raw

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