Fahrraddiebstahl
Teuer heißt nicht gleich sicher: Kostspielige Fahrradschlösser können von Profis schnell geknackt werden. Foto: Friso Gentsch

Teuer heißt nicht gleich sicher: Kostspielige Fahrradschlösser können von Profis schnell geknackt werden. Foto: Friso Gentsch

dpa

Teuer heißt nicht gleich sicher: Kostspielige Fahrradschlösser können von Profis schnell geknackt werden. Foto: Friso Gentsch

Berlin (dpa/tmn) - Teuer ist nicht gleich sicher: Vor dem Kauf eines neuen Fahrradschlosses dürfen sich Verbraucher nicht von Werbeversprechen der Hersteller blenden lassen. Ein Test ergab, dass auch teure Schlösser schnell aufgebrochen werden können.

Ein teures Fahrradschloss hält nicht unbedingt Diebe ab. Die Stiftung Warentest weist auf ein Werbevideo eines US-Unternehmens hin, das auch hierzulande ein Titan-Fahrradschloss für 180 Euro anbietet. Der Film zeigt, wie Aufbruchversuche mit einem Bolzenschneider scheitern. Testern der Stiftung gelang es jedoch, das 19 Millimeter breite Bügelschloss mit einem Bolzenschneider in nur 10 Sekunden zu knacken. Mit einer Säge dauerte es 90 Sekunden.

Bei einem Test im vergangenen Frühjahr hatte die Stiftung Warentest bereits festgestellt, dass viele Fahrradschlösser nicht sicher sind und von Profis mit dem richtigen Werkzeug oft in weniger als drei Minuten geöffnet werden können. 37 Exemplare wurden damals überprüft, vom günstigen Panzerkabel bis zum Faltschloss für 120 Euro. Nur fünf wurden mit «gut» bewertet, knapp die Hälfte (17 Schlösser) mit «mangelhaft». Die besten Noten gab es dabei noch für feste Bügelschlösser: Hier erhielten immerhin vier ein «gut». Eins von ihnen ist bereits für um die 40 Euro erhältlich, die Schlösser auf den ersten drei Plätzen kosten alle um die 80 Euro.

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