Hohe Spritpreise
Autofahrer dürfte bei den Benzinpreisen zum Weinen zumute sein. Mit ein paar Tricks können sie aber so manchen Cent sparen.

Autofahrer dürfte bei den Benzinpreisen zum Weinen zumute sein. Mit ein paar Tricks können sie aber so manchen Cent sparen.

dpa

Autofahrer dürfte bei den Benzinpreisen zum Weinen zumute sein. Mit ein paar Tricks können sie aber so manchen Cent sparen.

Stuttgart/München - Superbezin um die 1,50 Euro, Diesel jenseits von 1,30 Euro - bei den aktuellen Rekordpreisen für Benzin ist jeder Autofahrer froh, ein paar Cent an der Tankstelle zu sparen. Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) und Andreas Hölzel vom ADAC geben ihnen Tipps.

Ort: Erstens sind generell die Preise für Benzin und Diesel in ländlichen Regionen meist niedriger als in Städten. Zweitens gibt es Unterschiede zwischen freien Tankstellen und Marken-Stationen. Dieser beträgt laut Hillgärnter im Schnitt «zwischen 2 und 4 Cent». Die Qualität der Kraftstoffe sei gleich, weil Discount-Tankstellen wie Markenanbieter ihren Sprit von großen Raffinerien beziehen, so der ACE-Sprecher. Drittens, Autobahntankstellen anzufahren, hält Hillgärtner für einen großen Fehler: «Dort ist Kraftstoff meist 2 Cent teuerer als bei Marken-Tankstellen im Umland.»

Preisvergleiche: Vergleiche im Internet empfehlen die Automobilclubs nur bedingt, da die Mineralölkonzerne die Spritpreise mehrmals am Tag verändern. Sinnvoller sei es, etwa auf dem Weg zur Arbeit einen Blick auf die Preistafeln der Tankstellen zu werfen. «Reine Suchfahrten sind Unfug», betonte Hillgärtner. Denn der Spritverbrauch bei der Schnäppchenjagd übersteige meist die Ersparnis.

Zeitpunkt: Hölzel rät generell, eher am Wochenanfang zu tanken: «Je näher das Wochenende kommt, desto teurer wird der Sprit: Kasse gemacht wird am Freitag, Montag ist meist der günstigste Tag.»

Ausland: Bei Fahrten ins Ausland lässt sich häufig Geld sparen, wenn der Tank erst hinter der Grenze befüllt wird. «In den Nachbarländern ist der Sprit meist deutlich günstiger als in Deutschland», erläuterte Hillgärtner. Doch es gibt Ausnahmen: In Dänemark und den Niederlanden ist das Preisniveau ebenfalls sehr hoch.

Fahrstil: Das größte Sparpotenzial liegt aber immer noch beim Fahrstil: Eine vorausschauende Fahrweise und ein gut präpariertes Auto senken den Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent, erklärte Anna Fehmel vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit. Wichtig sei mit einer niedrigen Motordrehzahl zu fahren: «Bei Tempo 30 in den dritten, bei 40 in den vierten und ab 50 in den höchsten Gang wechseln.» Um den Geldbeutel zu schonen, sollte das Reisetempo auf Autobahnen höchstens 120 km/h betragen. «Wegen des hohen Luftwiderstands steigt der Verbrauch ab Tempo 100 überproportional», sagte Fehmel. Auch lohne es sich, den Kofferraum einmal gründlich zu entrümpeln. Unnötiger Ballast im Auto ist ein echter Spritfresser, ebenso ein zu geringer Reifendruck.

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