München (dpa/tmn) - Das vergleichsweise schnelle Fahren auf Landstraßen bringt Autofahrern nur rund zehn Prozent Zeitgewinn. Das hat eine Untersuchung des ADAC ergeben.

Der Automobilclub schickte zwei Testfahrer mehrfach auf die Strecke. Der eine war umsichtig unterwegs, der andere fuhr - unter Beachtung der Verkehrsregeln - am Tempolimit und wagte auch mehr Überholmanöver. Der durchschnittliche Zeitgewinn im Vergleich zu dem gemächlicheren Fahrer lag bei einer Streckenlänge von 20 Kilometern aber bei nur eineinhalb Minuten.

Vor diesem Hintergrund warnt der Automobilclub in München vor riskanten und häufigen Überholmanövern. Eine solche Fahrweise verleite zum Überschreiten des Tempolimits und erhöhe das Unfallrisiko auf Landstraßen erheblich. Jährlich rund 400 Verkehrstote sind nach ADAC-Schätzung die Folge. Rund 600 Meter freie Sicht seien die Voraussetzung für das sichere Überholen eines Lkw, mindestens 300 Meter müssten es bei einem Traktor sein. Wichtig sei außerdem genügend Seitenabstand zu dem Fahrzeug, das überholt wird.

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