Genfer Salon
Elektrifizierte Nobelkarosse: Rolls-Royce hat den Phantom unter dem Projektkürzel 102EX zum E-Mobil gemacht. Die Serienproduktion ist bisher allerdings nicht geplant.

Elektrifizierte Nobelkarosse: Rolls-Royce hat den Phantom unter dem Projektkürzel 102EX zum E-Mobil gemacht. Die Serienproduktion ist bisher allerdings nicht geplant.

Hohes Dach und größerer Kofferraum: In Genf zeigt Toyota die Van-Version des Hybridwagens Prius. Die Familien-Variante soll von 2012 an zu kaufen sein.

Gut ein halbes Jahr vor der Markteinführung feiert der Opel Ampera in Genf seine offizielle Premiere. Das E-Auto wird ab 42 900 Euro kosten.

Geiger/dpa/tmnj, Bild 1 von 3

Elektrifizierte Nobelkarosse: Rolls-Royce hat den Phantom unter dem Projektkürzel 102EX zum E-Mobil gemacht. Die Serienproduktion ist bisher allerdings nicht geplant.

Genf (dpa/tmn) - Ob Hybridauto oder gleich reiner E-Wagen: In die Messehallen des Genfer Autosalons traut sich kaum ein Hersteller ohne ein mit Strom betriebenes Fahrzeug. Während deutsche Batterieautos oft noch in der Konzeptphase stecken, sind andere Hersteller weiter.

Was früher noch unter «ferner liefen» bei den Tüftlern und Träumern stand, präsentiert in diesem Frühling fast jeder Großserienhersteller an seinem Messestand: Wo man hinschaut - fast überall glitzern Ökoautos bekannter Marken im Rampenlicht. Und viele davon kann man schon jetzt kaufen - oder zumindest in naher Zukunft.

So hat der Elektro-Pionier Tesla aus den USA bereits 1500 Roadster mit E-Antrieb an den Kunden gebracht. Sie kommen auf eine bisherige Gesamtfahrstrecke von 20 Millionen Kilometern, hat das Unternehmen ermittelt. In Genf steht nun auch eine Technologiestudie des kommenden Tesla-Modells S, die als Limousine für bis zu sieben Personen konstruiert ist. Im Jahr 2012 wird das Serienmodell die Produktpalette erweitern. Angst vor einem Ende der Reichweite müssen die Kunden dann nicht haben: Mit der größten Batterie soll der Viertürer beachtliche 480 Kilometer schaffen.

Noch weiter kommen die «Zwillinge» Opel Ampera und Chevrolet Volt, die in Genf gut ein halbes Jahr vor der Markteinführung nun in der endgültigen Produktionsversion zu sehen sind und auch ein Preisschild tragen. Der Viersitzer mit dem Elektromotor und dem kleinen Benziner als Reichweitenverlängerer wird als Chevrolet mindestens 41 950 und als Opel ab 42 900 Euro kosten.

Bei den deutschen Herstellern sind es bislang Studien à la VW Bulli und Flottentest-Fahrzeuge wie der Smart ED, der Active E auf Basis des 1er BMW oder der Mini E, die mit Strom fahren. Bei anderen Unternehmen parkt in Genf dagegen bereits eine ganze Reihe von Serienfahrzeugen an den plakativ aufgestellten Ladesäulen.

Renault zeigt gleich vier E-Mobile vom unkonventionellen Motorrad-Zwitter Twizzy bis zum Lieferwagen Kangoo an seinem Stand. Nissan zeigt den Leaf, und bei Mitsubishi blickt alles auf den i-Miev, den man ebenfalls schon kaufen kann. Neu in der Elektroflotte sind die für den Feldversuch angekündigten Modelle Toyota iQ und Honda Jazz sowie die umgerüsteten Ford-Modelle Transit Connect und Focus, die 2012 in den Handel kommen sollen.

Reinen Elektroautos haftet im Vergleich zu Hybrid-Fahrzeugen immer noch eine gewisse Exotik an - wegen der hohen Preise, der geringen Verfügbarkeit und auch des ungewöhnlichen Fahrgefühls. Wagen mit einem Kombiantrieb aus Elektro- und Benzinmotor dagegen sind auf der Messe mittlerweile Standard.