Nachschauen und abdecken
Minimalschutz im Winter: Ein Laternenparker hat die Windschutzscheibe mit einer Thermomatte gegen den Frost geschützt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Minimalschutz im Winter: Ein Laternenparker hat die Windschutzscheibe mit einer Thermomatte gegen den Frost geschützt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

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Minimalschutz im Winter: Ein Laternenparker hat die Windschutzscheibe mit einer Thermomatte gegen den Frost geschützt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Stuttgart/München (dpa/tmn) - Wer keine Garage hat, muss sein Auto draußen parken, wo es Wind und Wetter oder Dieben und Randalierern ausgesetzt ist. Steht es auf einem öffentlichen Parkplatz, sollten Laternenparker auf ein paar Dinge achten. Vor allem, wenn sie verreisen wollen.

«Grundsätzlich können Auto oder Motorrad zeitlich unbegrenzt im öffentlichen Raum parken - solange das Fahrzeug zugelassen ist, über eine gültige HU-Plakette verfügt und das Fahrzeug nicht im Halteverbot steht», sagt Hasso Suliak vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Allerdings können sich Halteverbote ändern. Etwa, wenn Straßenabschnitte gesperrt werden, Kanalarbeiten oder Umzüge anstehen.

«Der Eigentümer sollte mindestens alle drei Tage nach dem Rechten schauen», rät Hannes Krämer, Rechtsexperte beim Auto Club Europa (ACE). Denn in der Zwischenzeit könnten temporäre Verbotsschilder aufgestellt worden sein. Diese würden meist 72 Stunden im Voraus aufgestellt. «Wenn der Eigentümer erst am vierten Tag vorbeikommt, kann es sein, dass das Fahrzeug bereits abgeschleppt wurde.» Bei längerer Abwesenheit sollten Freunde oder Nachbarn den Fahrzeugschlüssel haben, nach dem Auto schauen und es gegebenenfalls umparken.

«Höherwertige oder bekanntermaßen besonders diebstahlgefährdete Fahrzeuge sollten nicht länger auf unsicherem Gebiet abgestellt werden», rät Suliak. Dazu zählt er unter anderem Pendlerparkplätze an Autobahnen oder Bahnhofsparkplätze. Finden Besitzer ihr Auto nach einer längeren Abwesenheit beschädigt vor, muss die Polizei verständigt werden. Kann ein anderer Autofahrer als Schädiger ermittelt werden, komme dessen Kfz-Haftpflichtversicherung für den Schaden auf. Kann kein Täter ermittelt werden, ist das ein Fall für die Vollkaskoversicherung. Die trägt auch mutwillige Beschädigungen.

Soll das Auto über eine längere Zeit auf dem gleichen Platz parken, rät ACE-Technikexperte Philipp Heise, es speziell vorzubereiten. Dazu zählt unter anderem, die nächste HU-Untersuchung notfalls vorzuziehen, falls sie während der Standzeit abläuft. Das Auto vorher gründlich zu waschen, zu wachsen und zu polieren, um den Lack zu schützen, sind weitere Tipps. Ratsam: die Regenabläufe in Türen, Kotflügeln und Heckklappe von Laub zu befreien. So könne das Regenwasser problemlos abfließen. Auch ein trockener Innenraum ist wichtig. «Feuchte bis nasse Fußmatten sollten vorab außerhalb des Fahrzeuges getrocknet werden», rät Heise. Sonst kann es im Innenraum schnell schimmeln. Ein Luftentfeuchter auf Granulatbasis helfe während der Standzeit, den Innenraum trotz der fehlenden Luftzirkulation trocken zu halten.

Kann das Auto eben parken, reicht meist der erste Gang oder die Fahrstufe P, um es gegen Wegrollen zu sichern. «Auf die Handbremse sollte nach Möglichkeit verzichtet werden», sagt Heise. Die könne bei entsprechender Witterung festrosten oder -frieren. Nicht optimal: Parkplätze direkt unter Bäumen oder an vielbefahrenen Straßen. Im Winter kann zudem Streusplitt und Salz das Auto beschädigen. Bei Glatteis könnten andere Autos ins eigene Fahrzeug rutschen.

Wer das Auto mit einer Plane gegen Dreck, Harz, Blätter, Vogelkot und Verschmutzungen schützen will, muss darauf achten, dass Tüv-Plakette und Kennzeichen sichtbar bleiben, sagt Diana Sprung vom ADAC. «Auch wenn man die Plane entsprechend drapiert, kann sie natürlich trotzdem verrutschen und dann Plakette und Kennzeichen verdecken.» Die Planen gibt es schon ab 20 Euro im Autozubehörgeschäften oder Baumärkten. Atmungsaktive und höherwertige Hüllen kosten rund 100 Euro. Auto-Faltgaragen benötigen mehr Platz und eignen sich daher eher für das eigene Grundstück. Außerdem kosten sie rund 300 Euro.

Außerdem raten die Experten, vor längeren Standzeiten die Seitenspiegel einzuklappen, die Batterie zu laden und den Luftdruck in den Reifen leicht zu erhöhen. «Der Tank sollte nicht ganz leer sein, aber auch nicht randvoll», sagt Sprung. Am besten schützen Halter ihre Autos im öffentlichen Parkraum auf einem überwachten Parkplatz. Diebe schrecken auch oft gut ausgeleuchtete und zentrale Orte ab. Alle Wertgegenstände sollten aus dem Fahrzeug entfernt werden. Bei kostbaren Autoradios lässt sich oft die Blende abnehmen. Die findet im abschließbaren Handschuhfach Platz oder sicher zu Hause. Und am Schluss nicht vergessen: Lenkradschloss einrasten lassen, eine zusätzliche Lenkradkralle montieren und beim Abschließen die Wegfahrsperre oder Alarmanlage aktivieren.

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