Magdeburg/Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Auf manchen Parkplätzen versuchen mobile Autoglaser mit Reparaturen ihr Geschäft - doch Verbraucherschützer warnen. Oft versuchten es die Glaser mit Überrumpelungstaktiken, teilt die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt mit.

Autofahrern werde versprochen, dass die Versicherung alles zahle. Geht der Fahrer darauf ein und unterzeichnet einen Vertrag, bleibe er jedoch meist auf den Kosten einer mangelhaften Reparatur sitzen. Als richtiges Vorgehen empfehlen die Verbraucherschützer den Anruf bei der Versicherung, um eine mögliche Kostenübernahme und Einzelheiten zur Reparatur zu klären.

Geringe Glasschäden wie bei einem Steinschlag an der Frontscheibe übernehmen viele Versicherungen tatsächlich, ohne dass der Kunde dabei die vereinbarte Selbstbeteiligung übernehmen muss. «Das ist ein Marketing-Instrument vieler Versicherungen, um sich im Wettbewerb attraktiv zu machen», sagt Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Wichtig sei insbesondere, dass der Versicherte klärt, ob die Versicherung den Besuch einer bestimmten Werkstatt erfordert.

Kleinere Steinschlagschäden, etwa durch aufgewirbelten Splitt, können in der Regel behoben werden. «Danach ist von dem Schaden fast nichts mehr zu sehen», sagt Sabine Götz, Sprecherin beim Automobilclubs von Deutschland (AVD). Sie rät jedoch, den Schaden in jedem Fall durch eine Fachwerkstatt oder einen Autoglasspezialisten beurteilen zu lassen. So könne man möglichen Glasrissen vorbeugen.

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