Vorher die Profiltiefe prüfen
Vor der Hauptuntersuchung lieber selber nachsehen: Die Profiltiefe der Reifen zum Beispiel lässt sich gut mit einem Zwei-Euro-Stück kontrollieren.

Vor der Hauptuntersuchung lieber selber nachsehen: Die Profiltiefe der Reifen zum Beispiel lässt sich gut mit einem Zwei-Euro-Stück kontrollieren.

dpa

Vor der Hauptuntersuchung lieber selber nachsehen: Die Profiltiefe der Reifen zum Beispiel lässt sich gut mit einem Zwei-Euro-Stück kontrollieren.

Köln/Stuttgart (dpa/tmn) - Bei der Hauptuntersuchung gibt es immer wieder mal eine böse Überraschung. Fahrzeughalter können das vermeiden, wenn sie ihren Wagen vorher selbst in Augenschein nehmen.

«Man kann relativ einfach feststellen, ob ein Auto Mängel hat», erklärt Sven Gröner vom TÜV Rheinland in Köln. Wer vor dem Kontrolltermin einen Blick auf Beleuchtung, Reifen und Bremsen wirft, kommt der Prüforganisation Dekra zufolge oft um bis zu 26 Euro für eine Zweitprüfung herum.

Um die Beleuchtung am Auto selbst zu testen, empfiehlt Gröner: «Einfach vor eine Wand oder besser ein Schaufenster fahren und etwa einen Meter Abstand lassen.» Dann könne ohne großen Aufwand nachgesehen werden, ob Abblendlichter, Fern- und Blinklicht funktionieren. Brems- und Rückfahrlichter lassen sich so ebenfalls testen, mit einem Helfer hinterm Wagen geht das allerdings leichter.

Bei den Reifen hilft ein Zwei-Euro-Stück, um herauszufinden, ob noch genug Profil vorhanden ist: «Wenn der Rand des Geldstücks in den mittleren Hauptrillen verschwindet, hat man mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe», sagt der TÜV-Experte - also gerade noch genug, um die Prüfung zu bestehen.

Per Augenmaß müsse dagegen nach den Bremsbelägen geschaut werden. «Die dürfen nicht unter zwei Millimeter schrumpfen», sagt Gröner. Neben dem Hörtest, ob der Auspuff nicht klappert oder dröhnt, empfiehlt der Experte auch, das Lenkspiel zu testen: «Spätestens nach einer zwei Finger breiten Drehung am Lenkrad sollten die Räder reagieren.» Ist das nicht der Fall, sei ein Werkstattbesuch vor dem Prüfungstermin ratsam.

Norbert Kühnl von Dekra empfiehlt, auch die Flüssigkeitsstände zu überprüfen. Motoröl, Kühlwasser und Scheibenwaschwasser müssen ausreichend vorhanden sein. Außerdem gerate der Verbandskasten gerne in Vergessenheit: Ist das Verfallsdatum abgelaufen, wird die Erste-Hilfe-Ausrüstung von den Prüfern nicht akzeptiert, weil die Sterilität der Verbände dann nicht mehr gewährleistet ist.

Mit vollständigen Papieren bei der Hauptuntersuchung vorstellig zu werden, erspart ebenfalls viel Zeit und Ärger. «Erforderlich sind der Fahrzeugschein und Dokumente für Veränderungen am Auto wie Spoiler, Felgen oder Lenkräder», erläutert TÜV-Mitarbeiter Gröner. Grundsätzlich gelte: «Nur Fahren und Tanken reicht nicht - man muss sein Auto auch pflegen.» Dann gebe es meist auch keine Probleme mit der Plakette.

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