Brennstoffzellenfahrzeuge von Daimler: Der Konzern kooperiert mit Ford und Renault-Nissan - 2017 sollen erste Serienautos mit dem alternativen Antrieb auf den Markt kommen. Foto: Bernd Weißbrod
Brennstoffzellenfahrzeuge von Daimler: Der Konzern kooperiert mit Ford und Renault-Nissan - 2017 sollen erste Serienautos mit dem alternativen Antrieb auf den Markt kommen. Foto: Bernd Weißbrod

Brennstoffzellenfahrzeuge von Daimler: Der Konzern kooperiert mit Ford und Renault-Nissan - 2017 sollen erste Serienautos mit dem alternativen Antrieb auf den Markt kommen. Foto: Bernd Weißbrod

dpa

Brennstoffzellenfahrzeuge von Daimler: Der Konzern kooperiert mit Ford und Renault-Nissan - 2017 sollen erste Serienautos mit dem alternativen Antrieb auf den Markt kommen. Foto: Bernd Weißbrod

Stuttgart (dpa) - Mercedes, Ford und Renault-Nissan wollen erste Serienautos mit Brennstoffzellen gemeinsam auf die Straße bringen. Einziges Abgas bei dieser Antriebstechnik ist Wasserdampf. Im Jahr 2017 soll es so weit sein.

Auf dem Weg weg vom Öl tüfteln die Autobauer derzeit vor allem an zwei Lösungen, die saubere Autos ohne schädliche Abgase auf die Straße bringen sollen. Neben den Elektroautos mit Batterie gibt es die Brennstoffzellentechnik. Für viele Ingenieure ist sie die Krönung des Antriebs - lautlos, leistungsstark und aus dem Auspuff strömt nur harmloser Wasserdampf. Die Brennstoffzelle treibt bereits U-Boote an.

Der Autobauer Daimler wollte ursprünglich schon 2014 eine B-Klasse mit Brennstoffzelle auf den Massenmarkt bringen - dieses «Zwischenziel» ersetzt der Konzern nun durch eine Kooperation mit Ford und Nissan. Das Trio will eine gemeinsame Brennstoffzelle entwickeln, die 2017 in sechsstelliger Stückzahl reif für den Massenmarkt sein soll.

Die auf den ersten Blick umweltfreundlich erscheinende Technik hat allerdings noch einige Haken: Der Wasserstoff für den Tank muss erst einmal gewonnen werden. Wie umweltschonend das geschieht, ist ebenso unklar wie die Frage, wie schnell ein engmaschiges Tankstellennetz erwachsen könnte. Der Löwenteil des Wasserstoffs wird laut Daimler heutzutage aus Erdgas gewonnen. Stammt die Energie dafür aus Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerken, schmälert das die Umweltbilanz.

Auch das Tankstellennetz braucht Schub: Mit Stand Anfang 2013 gab es deutschlandweit laut Daimler nur 15 Wasserstofftankstellen. Doch die Politik treibt das Thema zunehmend voran: Die EU-Kommission legte beispielsweise Anfang 2013 Pläne vor, das Tanknetz für alternative Antriebe massiv auszubauen - eine Grundvoraussetzung für den Erfolg.

Trotz dieser Probleme halten viele Experten die Brennstoffzelle für den Königsweg und rein batteriegetriebene E-Autos nur für einen Zwischenschritt bei der Entwicklung für die Mobilität der Zukunft.

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