Toyota präsentiert einen technisch hochgerüsteten Wagen, der Autofahren sicherer machen soll.

Elektronikmesse
Toyotas Prototyp für ein (fast) alleine fahrendes Auto.

Toyotas Prototyp für ein (fast) alleine fahrendes Auto.

dpa

Toyotas Prototyp für ein (fast) alleine fahrendes Auto.

Las Vegas. Das Auto wird zum rollenden Computer: Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas sind viele Konzepte für vernetzte Fahrzeuge mit jeder Menge Hilfsfunktionen und Sensoren zu sehen. Nach den Vorstellungen der Autobranche soll die Technik aber nicht den Spaß am Fahren nehmen, sondern vor allem bei der Vermeidung von Unfällen helfen.

So stellte Toyota den Prototypen eines „Active Security Cars“ vor, der auf einem Lexus LS aufsetzt. Äußerlich erinnert das Fahrzeug mit seinen angebauten Sensoren an das selbstfahrende Auto von Google. Bei Toyota steht jedoch vor allem die Absenkung von Unfall-Zahlen mit den damit verbundenen Verkehrstoten und Verletzten im Vordergrund.

Radar, Farbkameras und Sensoren kommen zum Einsatz

Die eingesetzten Komponenten könnten im Prinzip zur Entwicklung eines Fahrzeugs führen, das sich vollständig autonom bewegt. „Unsere Vision ist aber nicht notwendigerweise ein selbstständig fahrendes Auto“, sagte Toyota-Manager Mark Templin. Der Computer verhalte sich eher wie ein intelligenter und aufmerksamer Beifahrer.

In dem Forschungsfahrzeug kommt unter anderem ein 360-Grad-Radar auf dem Dach des Autos zum Einsatz, das Gegenstände bis zu einer Entfernung von 70 Metern erkennen kann. Drei Farbkameras können Objekte bis zu einer Entfernung von 150 Metern wahrnehmen, darunter auch Ampeln und ihre Farben.

Außerdem verfügt das Fahrzeug über weitere Radarsensoren an der Front und an den Seiten, die den Nahbereich rund um das Auto im Blick haben. Wann die Entwicklungen des Forschungsfahrzeugs in Serienprodukte einfließen werden, konnte Templin nicht sagen.

Bald gibt es Autos, die im Stau allein fahren können

Nach Einschätzung des Technologie-Konzerns Bosch werden computergesteuerte Autos erst in einem Jahrzehnt im Regelbetrieb auf den öffentlichen Straßen fahren. „Wir bewegen uns in diese Richtung in einzelnen Schritten“, sagte Bosch-Manager Scott Winchip auf der CES.

„Im kommenden Jahr kommen Autos mit einer angepassten Geschwindigkeitsregelanlage auf den Markt, mit der die Wagen in einem Stau automatisch bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h fahren können“, sagte Winchip. Für höhere Geschwindigkeiten in computergesteuerten Autos fehlten aber noch auf mindestens zehn Jahre die notwendigen Voraussetzungen.

Die Vision eines autonom fahren Fahrzeugs wird vor allem von den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page vorangetrieben. In den USA sind computergesteuerte Autos von Google bereits rund eine halbe Million Kilometer unfallfrei auf öffentlichen Straßen gefahren. Google stützt sich bei dem Projekt vor allem auf die Forschungsergebnisse des deutschstämmigen Wissenschaftlers Sebastian Thrun.

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