Neues auf der CES 2014
Auf der Elektronik-Messe CES präsentieren die Hersteller viele Neuheiten auch fürs Auto. Foto: Britta Pedersen

Auf der Elektronik-Messe CES präsentieren die Hersteller viele Neuheiten auch fürs Auto. Foto: Britta Pedersen

dpa

Auf der Elektronik-Messe CES präsentieren die Hersteller viele Neuheiten auch fürs Auto. Foto: Britta Pedersen

Las Vegas (dpa) - Neues für die Autowelt von der Elektronikmesse CES: Nvidia stellt einen Chip für selbstfahrende Fahrzeuge vor. Und Mercedes vernetzt das Auto mit der Lebenswelt des Besitzers.

Der Chip-Spezialist Nvidia will sich eine Schlüsselposition in selbstfahrenden Autos sichern. Der für seine Grafik-Chips bekannte Anbieter stellte den Prozessor Tegra K1 vor, der speziell für die Bildverarbeitung in Fahrzeugen gedacht ist. Er solle mit Kameras ausgerüstete Assistenz-Systeme steuern, die zum Beispiel Fußgänger bemerken, den toten Winkel überwachen oder Straßenschilder erkennen, erklärte Nvidia zur Elektronik-Messe CES in Las Vegas (7. bis 10. Januar).

Beim Tegra K1 habe man die Rechenleistung im Vergleich zu früheren Prozessoren bei gleichem Stromverbrauch verzehnfacht. Der K1 eigne sich auch für die Kontrolle der Bildschirme, die in den Auto-Cockpits die traditionellen Zeiger-Anzeigen zum Beispiel für Geschwindigkeit ersetzen sollen. Als ein Kunde für den neuen Prozessor trat in Las Vegas der deutsche Autobauer Audi in Erscheinung. Der neue Chip ist außerdem per Funk programmierbar, damit Autohersteller ihn ohne Werkstatt-Besuch für neue Funktionen anpassen können.

Mercedes wiederum knüpft neue Verbindungen fürs Auto. In Las Vegas zeigt der Stuttgarter Hersteller, wie Fahrzeuge künftig besser mit der Lebenswelt des Besitzers vernetzt werden können. So lässt sich mit dem aktualisierten Infotainmentsystem vom Wagen aus die Temperatur in der Wohnung oder im Büro regulieren, teilte das Unternehmen mit. Voraussetzung ist, dass die Immobilie heizungstechnisch dafür ausgelegt ist.

Im Gegenzug können Autofahrer auch aus der Ferne wichtige Fahrzeuginformationen abrufen und sich diese zum Beispiel auf einer sogenannten Smart-Watch am Handgelenk anzeigen lassen. Beide Technologien seien keine ferne Zukunftsmusik, sondern sollen schon in den nächsten Monaten in Mercedes-Modelle Einzug halten, kündigte ein Pressesprecher an.

In diesem Frühjahr geht die dritte CES-Premiere von Mercedes an den Start: Nachdem die Schwaben bereits vor zwei Jahren eine Kooperation mit Google eingegangen sind, wollen sie in den nächsten Wochen als erster Hersteller den Zusatzdienst Google+ ins Auto bringen und erweitern dafür ihre «Digital DriveStyle App».

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