Froschungsprototyp von BMW
Die Hände sind nicht am Steuer - und dieser Froschungsprototyp bewegt sich trotzdem: Auch BMW arbeitet an automatisiert fahrenden Autos. Foto: BMW

Die Hände sind nicht am Steuer - und dieser Froschungsprototyp bewegt sich trotzdem: Auch BMW arbeitet an automatisiert fahrenden Autos. Foto: BMW

dpa

Die Hände sind nicht am Steuer - und dieser Froschungsprototyp bewegt sich trotzdem: Auch BMW arbeitet an automatisiert fahrenden Autos. Foto: BMW

Las Vegas (dpa/tmn) – Jetzt auch BMW: Nachdem andere Hersteller bereits grobe Zeitpläne für ihre selbstfahrenden Autos verkündet haben, wird der Münchner Hersteller konkreter. Solche Autos zu fahren, kann sich immerhin mehr als jeder Dritte in Deutschland vorstellen.

BMW will autonom fahrende Autos in knapp zehn Jahren auf den Markt bringen. Anfang des nächsten Jahrzehnts werde man Autos anbieten, «die auch in komplexen Verkehrssituationen über weite Strecken ohne Zutun des Fahrers ihren Weg finden», stellte das Münchner Unternehmen am Rande der Elektronikmesse CES in Las Vegas (7. bis 10. Januar) in Aussicht. Gut jeder Dritte in Deutschland kann sich laut einer Umfrage vorstellen, später ein selbstfahrendes Auto zu fahren, wie es auch andere Hersteller planen.

BMW sieht vor, die nötige Technik im Zeitrahmen zur Serienreife zu bringen und geht davon aus, dass auch die gesetzlichen Regelungen für automatisiertes Fahren bis dahin geschaffen sein werden. Noch in diesem Jahr will BMW zusammen mit Continental eine Flotte von entsprechenden Prototypen aufbauen, die ab 2015 europaweit auf Versuchsfahrten gehen sollen, sagte Werner Huber, der die Entwicklung der Assistenzsysteme bei dem Zulieferer leitet.

Genau wie die Konkurrenz wird BMW das automatisierte Fahren allerdings nicht erst einführen, wenn der Fahrer die Hände tatsächlich in den Schoß legen kann. Vielmehr stellt Huber zahlreiche kleine Entwicklungsschritte in Aussicht, die den Fahrer schrittweise entlasten sowie den Komfort und die Sicherheit erhöhen sollen. Dazu zählen in den nächsten Jahren unter anderem ein Ausweichassistent für Notsituationen oder ein Abstandsregeltempomat, der auf Knopfdruck auch überholen kann.

Laut einer repräsentativen Umfrage vom Meinungsforschungsinstituts Aris können sich 37 Prozent der Menschen in Deutschland vorstellen, in Zukunft ein selbstfahrendes Auto zu nutzen. Bei jungen Menschen kommt die Zukunftstechnologie etwas besser an als bei älteren: 41 Prozent der unter 30-Jährigen würden sich von einem autonomen Fahrzeug chauffieren lassen, bei den über 65-Jährigen sind es 36 Prozent, wie die Befragung im Auftrag des IT-Verbandes Bitkom ergab.

Auch andere Hersteller arbeiten am Thema «Autonomes Fahren». So soll es bei Mercedes noch in dieser Dekade einen Autobahnpiloten geben, der auch bei höheren Geschwindigkeiten das Kommando hat. Und Volvo bereitet für dieses Jahr ein Pilotprojekt vor, bei dem 100 selbstfahrende Autos rund um Göteborg unterwegs sein werden. Die kommende Generation des XC90 soll als erstes Modell des schwedischen Herstellers einen Stauassistenten erhalten - vergleichbar dem System, das Mercedes in der S-Klasse oder BMW im X5 bereits einsetzt. Dass ihre Testfahrzeuge sich autonom bewegen können, haben auch BMW und Audi schon unter Beweis gestellt. Toyota ebnet ebenfalls Schritt für Schritt den Weg zum autonomen Fahren.

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