München (dpa/tmn) - Rund ein Viertel aller Verkehrsunfälle in Deutschland sind Mehrfachkollisionen. Diese entstehen zum Beispiel, wenn Autos nach dem Zusammenstoß mit einem anderen Wagen nicht sofort stehenbleiben, sondern noch mit einem weiteren Hindernis kollidieren.

Nach Angaben der ADAC Unfallforschung steigt die Verletzungsgefahr durch solche Folgeunfälle um etwa fünf Prozent. Besonders gefährlich seien «Streifunfälle», bei denen Autos nicht frontal zusammenstoßen, sondern sich nur berühren und dann außer Kontrolle geraten.

Verhindert werden könnten Folgeunfälle durch zusätzliche Technik, erläutert der Automobilclub. Er fordert zum Beispiel die Entwicklung einer Notbremse, die beim Auslösen des Airbags automatisch aktiviert wird. Außerdem sollten die Airbagsensoren verbessert werden: Überschläge oder ein Schleudern des Fahrzeugs würden oft nicht erkannt und die Airbags deshalb zu spät ausgelöst. In der Autoindustrie arbeiten zurzeit mehrere Hersteller an der Entwicklung solcher oder ähnlicher Assistenzsysteme.

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