Vor gut fünf Jahren wurde Super E10 eingeführt. Foto: Daniel Karmann
Vor gut fünf Jahren wurde Super E10 eingeführt. Foto: Daniel Karmann

Vor gut fünf Jahren wurde Super E10 eingeführt. Foto: Daniel Karmann

dpa

Vor gut fünf Jahren wurde Super E10 eingeführt. Foto: Daniel Karmann

Essen (dpa/tmn) - Anfang 2011 wurde Superbenzin mit einem zehnprozentigen Ethanolanteil eingeführt - E10. Der Sprit kostete anfangs etwa vier Cent weniger als herkömmliches Superbenzin mit einem Ethanolanteil von fünf Prozent (E5), so der Tüv Nord.

E10 gilt als vergleichsweise umweltverträglicher Biosprit und soll die Umweltbilanz verbessern. Dabei geht es um die Reduktion schädlicher Klimagase wie CO2. Und der kleine Kostenvorteil soll die Autofahrer motivieren, E10 zu tanken. Außerdem wurden die Mineralölkonzerne verpflichtet, einen bestimmten Anteil an E10 zu verkaufen. Sonst drohen Strafzahlungen.

Das Problem: E10 ließ sich in Zeiten hoher Ölpreise dank der aus Agrarprodukten wie Zuckerrüben, Mais oder Getreide gewonnenen Ethanol-Beimischung in der Tat etwas günstiger herstellen. Doch der anfängliche Preisvorteil von E10 gegenüber E5 ist angesichts deutlich gesunkener Ölpreise zuletzt auf knapp die Hälfte geschrumpft. Man spart aktuell nur noch zwei Cent pro Liter.

Gleichzeitig ist der Energiegehalt von E10 etwas niedriger, und der Verbrauch liegt um ein bis zwei Prozent höher. Man tankt mit E10 also nicht wirklich günstiger. Auch deshalb steigen nur wenige Autofahrer auf E10 um. Sein Marktanteil liegt konstant bei 15 bis 20 Prozent.

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