Abnutzung der Reifen
Es kommt nicht auf die Reifengröße an: Faktoren wie häufiges scharfes Bremsen, falscher Luftdruck oder die Gummimischung an sich beeinträchtigen den Abrieb viel stärker. Foto: Uwe Zucchi

Es kommt nicht auf die Reifengröße an: Faktoren wie häufiges scharfes Bremsen, falscher Luftdruck oder die Gummimischung an sich beeinträchtigen den Abrieb viel stärker. Foto: Uwe Zucchi

dpa

Es kommt nicht auf die Reifengröße an: Faktoren wie häufiges scharfes Bremsen, falscher Luftdruck oder die Gummimischung an sich beeinträchtigen den Abrieb viel stärker. Foto: Uwe Zucchi

Essen (dpa/tmn) - Ein kleiner Reifen dreht sich bei gleicher Strecke öfter als ein größerer. Doch nutzt er sich dadurch auch schneller ab? Nicht wirklich - andere Faktoren erhöhen den Abrieb deutlich mehr.

Rein rechnerisch nutzen sich kleinere Reifen schneller ab, weil sie sich bei gleicher Strecke häufiger drehen als größere Reifen und damit mehr Bodenkontakt haben. In der Praxis spielt dieser sogenannte Abrollumfang aber keine große Rolle, erklärt der TÜV Nord. Bei 50 000 Kilometern Lebensdauer liege der Unterschied bei 1500 Kilometern mehr oder weniger. Extremes Fahren nutze die Reifen deutlich schneller ab.

Grundsätzlich hängt der Reifenverschleiß unmittelbar mit dem Abrieb zusammen. Wer mehr fährt und öfter scharf bremst, nutzt die Reifen stärker ab. Auch die Qualität der Gummimischung und die Reifenbauart spielen ein Rolle, erläutert der TÜV Nord. Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck sowie eine falsche Spureinstellung reduzieren ebenfalls das Reifenprofil. Eine lange Lebensdauer sei aber auch nicht alleiniges Ziel eines guten Reifens: Auch Bremsweg, Fahrverhalten, Nassgrip, Geräusche, Verbrauch und Komfort machten einen guten Reifen aus.

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