Hannover (dpa/tmn) - Benzin kann selbst extreme Kälte nichts anhaben. Diesel hat es dagegen gerne warm. Schon bei geringen Minusgraden können sich kleine Wolken aus Wachskristallen im Sprit bilden und zum Problem werden.

Verstopfen sie den Kraftstofffilter, läuft der Motor nicht mehr, erläutert der TÜV Nord. Um das zu verhindern, sind einige Fahrzeuge serienmäßig mit einer Filterheizung ausgestattet. Bei vielen anderen lässt sich ein solches System nachrüsten.

Im sogenannten Winterdiesel, der in der kalten Jahreszeit verkauft wird, sorgen Fließverbesserer dafür, dass sich die Wachskristalle nicht vergrößern oder sogar Klumpen bilden. Bis in die 1990er Jahre hinein empfahlen einige Hersteller in den Betriebsanleitungen von Fahrzeugen, dem Dieselkraftstoff aus Frostschutzgründen Benzin beizumengen. Die TÜV-Experten warnen jedoch vor dieser Praxis. Denn das Gemisch kann Motorschäden verursachen, vor allem bei Selbstzündern mit Direkteinspritzung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer