Hannover (dpa/tmn) - Weiße, schwarze oder blaue Autoabgase bedeuten nicht automatisch, dass Motor oder Auspuff eines Wagens defekt sind. Allerdings können Mängel der Grund für farbigen Qualm sein, erläutert der TÜV Nord.

Die Farbe der Abgase hängt von den darin enthaltenen Bestandteilen ab. Bei normaler Verbrennung sollten sie weitgehend durchsichtig sein. Weißrauch entsteht durch Wasserdampf, der vor allem bei kalten Motoren in den Abgasen enthalten ist. Entwickeln warme Motoren weißen Dampf, könnte das an einer kaputten Zylinderkopfdichtung liegen.

Schwarzrauch wird vor allem durch Rußpartikel verursacht, die sich bei langsamer Fahrt oder im Standgasbetrieb im Auspuff sammeln. Geht die Reise mit höheren Motordrehzahlen weiter, werden die Partikel herausgeblasen und bilden eine schwarze Wolke. Häufig tritt Schwarzrauch bei Dieseln auf. Rußt ein Selbstzünder sehr stark, kann das unter anderem bedeuten, dass der Motor nicht genügend Sauerstoff für eine saubere Verbrennung bekommt, weil zum Beispiel der Luftfilter verschmutzt ist.

Blau färben meist unverbrannter Kraftstoff oder verbranntes Motoröl die Abgase. Das kann viele Ursachen haben - vom hohen Kraftstoffanteil im Abgas beim Kaltstart, was harmlos ist, über Undichtigkeiten im Ölkreislauf bis hin zur schlechten Spritzerstäubung durch Materialverschleiß.

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