«Gelber Engel» im Einsatz
Als wichtigsten Grund für den Pannenrekord nannte der ADAC vor allem den strengen Winter mit Eis und Frost Anfang 2010.

Als wichtigsten Grund für den Pannenrekord nannte der ADAC vor allem den strengen Winter mit Eis und Frost Anfang 2010.

dpa

Als wichtigsten Grund für den Pannenrekord nannte der ADAC vor allem den strengen Winter mit Eis und Frost Anfang 2010.

München (dpa) - Im Sommer Hitze, im Winter Kälte - da machen viele Autobatterien schlapp. Stromfresser wie zum Beispiel Sitzheizungen belasten die Batterien zusätzlich. Eine Folge: Die ADAC-Pannenhelfer haben im vergangenen Jahr so viel zu tun gehabt wie nie zuvor.

Rekordjahr 2010 für die ADAC-Pannenhelfer: In über 4,25 Millionen Fällen rückten die «Gelben Engel» im vergangenen Jahr auf Deutschlands Straßen aus - so oft wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Anstieg von 8,1 Prozent dar. Das geht aus einer Bilanz hervor, die der Automobilclub am Dienstag (1. Februar) in München veröffentlichte.

«Erfreulich für die betroffenen Fahrer ist, dass in 84,4 Prozent der Fälle der Schaden vor Ort behoben und die Weiterfahrt ermöglicht wurde», sagte Manfred Resch, Vorstand für Technik des ADAC Südbayern, in der Mitteilung.

Vor allem extreme Wetterbedingungen seien der Grund dafür gewesen, dass viele Autos ihre Fahrer im Stich ließen. Die frostigen Minusgrade zu Beginn des Jahres und die sommerliche Hitze ließen Batterien reihenweise schlapp machen. Bei der winterlichen Kälte sei es zudem verstärkt zu zugefrorenen Leitungen oder Problemen bei der Zündung gekommen, sagte ADAC-Pressesprecher Christian Buric.

Der Pannenanstieg hängt laut ADAC auch mit einer Veränderung im Reiseverhalten der Deutschen zusammen. «Mehr Urlauber verreisten 2010 mit dem Auto innerhalb Deutschlands. Das führte dann auch zu mehr Pannen», erläuterte Buric.

Der Fahrzeugbestand auf Deutschlands Straßen komme zudem in die Jahre, was häufiger zu Pannen führe. Die Abwackprämie habe das nicht wesentlich geändert, hieß es von Seiten des ADAC Südbayern. Weiterer Indikator für den Pannenrekord wegen zu schwacher Batterien sei die umfangreiche, elektronische Ausstattung in modernen Fahrzeugen. «Sitzheizungen, Klimaanlagen und Heckscheibenheizungen beispielsweise sind wahre Stromfresser», erläuterte Axel Arnold vom ADAC-Südbayern.

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