Am Hulingshof werden Eschen und Weiden gefällt. Die Bäume seien so hoch gewachsen, dass sie die Stromleitungen beeinträchtigen können. Außerdem würden die Äste den Radweg überragen.

Kempen/Mülhausen. 30 Eschen und Weiden zwischen Kempen und Mülhausen werden seit Montag einen Kopf kürzer gemacht. Der Naturschutzbund (Nabu) muss die Bäume auf seiner Pachtfläche neben dem Hulingshof entlang der Kreisstraße 11 fällen.

„Zum einen geschieht das aus Sicherheitsgründen“, erklärt Hans Palm, Nabu-Vorsitzender in Kempen. Die Bäume seien so hoch gewachsen, dass sie die Stromleitungen beeinträchtigen können. Außerdem würden die Äste den Radweg überragen. Herabfallende Äste und feuchtes Laub könnten so zur Gefahr für Radfahrer werden.

Botanisch wertvolle Fläche muss geschützt werden

Die Fällung sei aber auch notwendig, um die „botanisch sehr wertvolle Fläche“ zu schützen, sagt Landschaftspflegeleiter Klaus-Peter Michler. Auf den insgesamt 4500 Qudratmetern Natur, die der Nabu neben dem Hulingshof erhält, sei eine Heimat für Pflanzen und Tiere entstanden. „Die großen Bäume haben in letzter Zeit zu viel Schatten gespendet“, erklärt Michler.

Durch die Fällung seien die Eschen und Weiden aber nicht dem Tode geweiht. „Fällen ist eigentlich nicht der richtige Begriff. Die Bäume werden auf den Stock gebracht“, ergänzt Klaus-Peter Michler. Dies bedeute, dass die Bäume weit zurückgeschnitten werden.

„Sie werden aber mit der Zeit wieder ausschlagen und das Gebiet wieder dicht bewachsen.“ So dass es von außen geschützt sei. Allerdings werden die Bäume laut Nabu nicht mehr so hoch wachsen wie sie bisher waren.

In dieser Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Die Baumstämme werden dann „nach und nach“ bis Ende März abgeholt.

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