Die fünfte „GartenLeben“-Schau zeigt Trends rund um Gartenkunst. Das kam bei den Gästen gut an.

dorenburg
An den zahlreichen Pflanzenständen gab es für Gartenliebhaber jede Menge zu entdecken. Unter anderem gab es Rosensträucher, seltene Kräutersorten und Farn, der angeblich Wühlmäuse fernhält.

An den zahlreichen Pflanzenständen gab es für Gartenliebhaber jede Menge zu entdecken. Unter anderem gab es Rosensträucher, seltene Kräutersorten und Farn, der angeblich Wühlmäuse fernhält.

Einen besonderen Blickfang lieferten diese zwei Stelzenläufer, die sinnbildlich für den Mond (l.) und die Sonne standen und die alle Blicke auf sich zogen.

Kurt Lübke, Bild 1 von 2

An den zahlreichen Pflanzenständen gab es für Gartenliebhaber jede Menge zu entdecken. Unter anderem gab es Rosensträucher, seltene Kräutersorten und Farn, der angeblich Wühlmäuse fernhält.

Grefrath. 98 Aussteller aus ganz Deutschland lieferten am Wochenende auf dem Gelände des Niederrheinischen Freilichtmuseums Inspirationen für Garten, Kunst und Wohnen bei der fünften „GartenLeben“-Ausstellung. Trotz wechselhaften Wetters fanden einige tausend Gäste von nah und fern an drei Tagen den Weg dorthin, holten sich Ideen und Anregungen, kauften seltene Pflanzen und staunten über zum Teil ausgefallene Angebote.

Ausstellung bedient die Sehnsucht nach Ruhe und Geborgenheit

Bei Susanne Kock blühte der blaue Salbei, es duftete nach Orangen, Äpfeln und Erdbeeren: „Die meisten meiner 15 Minzsorten haben ein ganz besonderes Aroma“, verriet die sympathische Frau aus Witten mit dem Strohhut und der Nickelbrille das Geheimnis. Auch gab sie wertvolle Tipps: „Fruchtsalbei schmeckt gar nicht nach Seife.“

Zwischen Tradition und Trend stand die ganze Ausstellung: Es ist die Sehnsucht des modernen Menschen nach Ruhe und Geborgenheit. Passender formulierte es Dieter Kienast, der sagte: „Der Garten ist der Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am seltensten und kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.“

Steinerne Frösche mit Glasaugen, Kerzenständer aus altem Eichenholz

Der „Allium giganteum“ klingt nicht nur enorm, der Zierlauch sieht mit seiner riesigen lila Blüte auch so aus. Die japanische Wunderblume ist schön anzuschauen, und blühender Farn soll gegen Wühlmäuse und Maulwürfe helfen.

Kunst im Garten – warum nicht? Immerhin frisst so ein Steinfrosch nichts, ist dafür mit seinen Glaskugelaugen und Schieferfüßen aber ein echtes Unikat. Selbst Hagel kann der massiven Skulptur nichts anhaben: Alle Einzelteile sind nachbestellbar.

98 Aussteller waren bei der fünften Auflage der Ausstellung dabei.

Dazu gehörten Stelzenläufer, Pferdequadrille, Pflanzendoktor, Drachenbauworkshop, Schmieden, Räuchern wie im Mittelalter und eine Kräuterwanderung.

Organisatorin war Anke Peters von der Wuppertaler Firma OpenMind Management.

Weitere Infos gibt es im Internet: www.GartenLeben.net

Wohnobjekte aus 150 bis 200 Jahre altem Eichenholz wie Kerzenständer oder Säulen präsentierte Heino Landwehr, derweil es kreative Lebensfreude in Form von Kunst aus Holz, rostigem Blech und Joss-Papier in der Dorenburg zu bestaunen gab.

Der Freundeskreis Straßendampf aus Düsseldorf beförderte Gäste auf Wunsch per Dampfmaschine übers Gelände – Entschleunigung auf dem Lande für Genießer, Nostalgiker und Gartenfreunde. Lieselotte Strelows Angebot war tierisch: Naturseife für den Hund mit Teebaum- und Neemöl gegen Parasiten. „Danach glänzt das Fell ganz wunderbar“, sagt sie.

Tönerne Erdmännchen grüßten bei Kirsten Hinckelmann vom Stand, während Blaudrucker Hartmut Tonne altes Handwerk anschaulich machte – sieben Meter pro Tag reine Handarbeit. Gute Nachrichten gab’s aus Rheine für alle, die das Gießen vergessen: Sukkulente Pflanzen speichern Wasser, Kakteen, die südafrikanische Mittagsblume und Steingartengewächse sind ebenso genügsam. Familie Fassbender aus Kevelaer gefiel der Ausflug: „Der Adler war besonders cool“, fand Tobias (5) lobende Worte für Falkner Franz Schnurbusch. Nur das Wetter schlug Kapriolen und hielt viele Gäste, so die einhellige Meinung an den Ständen, fern.

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